Kategorie: Broschüren


„Ich genieße die Arbeit im Garten sehr. Es ist eine kleine Auszeit vom Alltag. Die Freude über
das Wachsen und Gedeihen der Pfl anzen mit Gleichgesinnten teilen zu können, ist einfach
schön“, sagt eine 35-Jährige, die sich wöchentlich im Garten engagiert.



Kontakt:
Marie-Luise Fahr
Referentin für die Arbeit mit jungen Familien, Fachberatung Familienbildungsstätten der EKHN 
Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN
Heinrichstraße 173, 64287 Darmstadt
marie-luise.fahr@ekhn.de 

Kategorie: Broschüren


Beim Ankommen im Gemeindesaal spielt eine Jazzband. Der kleine Altartisch steht nicht zentral, sondern dezent in einer Ecke. Die Gottesdienstbesucher*innen finden Platz an hübsch gedeckten Tischen. Brötchen und Kaffee stehen schon bereit und an der Seite ist ein Büffet mit fair gehandelten Frühstückszutaten, Käse aus dem Bioladen und selbstgekochter Kürbissuppe aufgebaut. Nach einer kurzen Begrüßung und einem gemeinsamen Lied kommt ein erster Impuls. Orangensaft wird an den Tischen verteilt. Betroffen sitzt eine ganze Tischgruppe um ein Glas mit 10 ml Saft, während auf einem anderen Tisch viele Gläser vor einem einzelnen Gast stehen, was ihm sichtlich peinlich ist. Ist das „fair“?



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Marie-Luise Fahr
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Gebannt schauen schon die Kleinsten zu, wenn Papa Stefan den Kartoffelkönig spielt, Finn das Schweinchen ist, Marie wie ein Häschen hüpft und Mama Anne eine Großmutter mimt.
Alle sind eingespannt, wenn im Mini-Gottesdienst eine „Mitspielgeschichte“ ansteht. Nichts wird geprobt, alles ist spontan und wenn irgendetwas schiefgeht, wird das in die Geschichte eingebaut und ist meistens extra lustig.



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Wasser macht Spaß. Wasser ist überlebenswichtig. Wasser kann bedrohlich sein. Und Wasser ist bedroht.

Die vielen Aspekte von Wasser sind auch Kindergartenkindern schon bewusst, und so erzählen sie beim Erntedank-Familiengottesdienst ausführlich, welche Gedanken sie zum Thema Wasser haben.

Dass wir Menschen sorgfältig und bewusst mit dem Wasser umgehen müssen, thematisiert dieser Erntedankgottesdienst anhand der Geschichte „Wasserkonferenz der Tiere“.



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    „So einen Gottesdienst hätt´ ich mir auch mal gewünscht, als ich noch ein Kind war!“, freut sich eine 82-jährige Gottesdienstbesucherin nach dem Gottesdienst. Alle Ernte- und Verarbeitungsprozesse kennt sie so noch aus ihrer Kindheit, als sie auf dem Land selbst daran beteiligt war. Daher ist sie begeistert, dass jetzt die Kinder dies alles einmal so hautnah erleben durften.
    Und einer Sechsjährigen ist das Teilen wichtig geworden: „Hast du noch mehr Teig dabei? Ich will meiner Freundin zu Hause auch ein Brötchen backen“, bittet sie beim Verteilen des Teiges zum Schluss der Veranstaltung.



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    „Oh, sieh mal! Da ist ein bunter Vogel im Baum!“ „Da auch!“ „Ich bin schneller da!“, so erklingen mitten im Wald die Rufe der kleinen Gottesdienstbesucher*innen, die schon die nächste Stelle entdeckt haben, an der die Gemeinde dem Gottesdienst auf den Pfaden von Psalm 104 folgt – mit allen Sinnen und im wahrsten Sinne des Wortes.

    Bei diesem Schöpfungsgottesdienst sind alle großen und kleinen, alten und jungen Gottesdienstbesucher*innen gemeinsam in Bewegung und erleben Auszüge aus Psalm 104 selbst. Auf einer ca. 2,5 km langen Strecke durch Wald und Wiesen, die die Gottesdienstgemeinde gemeinsam geht, wird an vier Stationen innegehalten, gemeinsam gesungen, gebetet und die Schöpfung, wie sie der Psalmenbeter besingt, selbst erfahren. Die Teilnehmer*innen lauschen den Geräuschen, fühlen und schmecken kühles Wasser, kauen Getreidekörner und Obst und entdecken die Vielfalt in der Natur bei einer kurzen Kreativ-Einheit. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Picknick, das jeder für sich selbst mitgebracht hat.



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    Ein Notfall! Zwei Kinder des Kinder- und Familienhauses kommen aufgeregt hereingelaufen: „Draußen liegt die verletzte Erde, wir brauchen Hilfe!“ Sie setzen einen Notruf ab, es ertönt die erlösende Antwort aus dem Off: „Ja, wir schicken euch sofort jemanden!“ Und schon wird eine große Erdkugel auf einer Trage in den Gottesdienstbereich getragen (M3).
    Gespannt warten die vielen anwesenden Kinder und Erwachsenen darauf, wie es weitergeht. Eben noch sind sie auf dem Schöpfungstagsfest unterwegs gewesen, haben gegessen, gebastelt und sich an verschiedenen Ständen informiert. Jetzt sitzen sie auf Decken und Hockern auf der großen Wiese und feiern gemeinsam Gottesdienst.
    Luftverschmutzung, Artensterben, Klimawandel – der Erde geht es nicht gut. Was können wir tun, um zu helfen? Der vorgestellte Gottesdienst war Teil des Ökumenischen Schöpfungstags der ACK Hessen und Rheinhessen 2022 im Kinder- und Familienhaus Langenhain „Verletzte Erde – Gemeinsam handeln und heilen“. Das Team, das den Gottesdienst vorbereitete, bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen und der katholischen Kirche, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und der ACK Hessen-Rheinhessen.



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    „Endlich mal mehr als nur Kräuterquark“

    Die Brennnessel wurde 2023 zur Heilpflanze des Jahres ernannt. Für viele ist sie ein unerwünschtes „Unkraut“, allerdings war sie schon in der Steinzeit ein wichtiges Nahrungsmittel und wurde auch zum Herstellen von Netzen und Geweben verwendet. Später entdeckte man auch ihre Heilqualitäten. Sie liefert uns nicht nur wertvolle Vitamine und Mineralien, sondern ist auch hilfreich bei Stoffwechselerkrankungen, Rheuma, Gicht u.a. Also sollten wir uns doch freuen, wenn sie sich in unserem Garten einfach niederlässt, ohne dass wir etwas dazu tun müssen.

    Die Natur hält so viel für uns bereit. Wir müssen nur genau hinschauen! Ein Kräuterspaziergang schafft Nähe zur Natur. Er öffnet uns die Augen für so viel Schönheit und Kraft um uns herum. Unsere wilden Blumen, Bäume und Kräuter sind in ihrem Werden, Sein und Vergehen noch völlig unverfälscht.



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      Begrüßungen fliegen hin und her. Die Sonne scheint. „Kommt sowieso auch mit?“ Gewusel und Vorfreude überall: „Weißt Du noch im letzten Jahr?“ Das überflüssige Gepäck kommt in den Bus, die Räder werden durchgecheckt: Funktionieren die Bremsen, sind die Räder aufgepumpt? Noch mal eben trinken, letzte Absprachen. Dann kehrt Stille ein für einen Reisesegen. Denn es liegt nicht nur an uns, ob die Fahrt gut verläuft.

      Eine Reihenfolge wird abgesprochen, damit Langsamere vorne, schnellere hinten fahren und so die Gruppe zusammenbleibt. Die Jugendlichen bekommen Warnwesten, um uns als Gruppe gut sichtbar zu machen. Es geht einmal um den Gemeindehauskomplex, dann auf die Straße. Die Jugendlichen haben uns den Weg freigemacht und sperren die Kreuzung zur Sicherheit ab, denn nicht jede*r Autofahrer*in weiß, dass nach §27 StVO Fahrräder in einer Gruppe ab 16 hintereinander als Verbund gelten. 20 schöne Kilometer liegen vor uns bis zu unserem ersten Gemeindehaus. 



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      Die Wellen schwappen hörbar gegen die Wand des Kanus. Die drei Familienmitglieder im Boot ziehen die Paddel ein und konzentrieren sich: Am Uferrand schwimmen zwei weiße Schwäne majestätisch und unbeeindruckt vorbei. FOTO SCHWÄNE Danach setzen die Paddler*innen zurück, wenden wie vorher geübt und fahren Richtung See-Mitte. Dort ist der nächste Treffpunkt vereinbart zu einem gemeinsamen Lied mit Impuls über Gottes himmelweite Schöpfung.



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      Vormittags wird an vielen Tischen gewerkelt: Die Kindergartenkinder basteln Insektentränken, die Grundschulkinder und ihre Mütter oder Väter verfugen ein Mosaik für den Garten, Kinder und Eltern bauen gemeinsam ein Insektenhotel. Nachmittags starten nacheinander Gruppen von Kindern und Eltern zu einer Wald-Rallye und der Abend klingt mit Lagerfeuer und Stockbrot aus… So könnte ein typischer Samstag bei einer Familienfreizeit „Im Grünen“ aussehen.



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        „Wie schön, gemeinsam unterwegs zu sein!“, das war der einmütige Tenor der Teilnehmenden während der Veranstaltung. „Man trifft andere nette Familien“ und kann „Gottes schöne Natur erleben“, dabei ist „Picknick immer gut!“. Dieses entspannte Angebot fördert also das persönliche Wohlbefinden und zugleich das Gefühl von Gemeinschaft: „Im Freien kann man gut andere Menschen treffen und dann kann man etwas gemeinsam machen.“

        Der Wandertag für Groß und Klein ist ein Angebot für Familien, also generationsübergreifend für Kinder, Eltern, Großeltern und alle, die gerne etwas in einer generationengemischten Gruppe unternehmen. An insgesamt fünf Stationen werden Aussagen des Psalms nachgespürt und in und mit der Natur kreativ nachempfunden. So gibt es eine Sonnen-Rückengeschichte, im Sinne von Landart werden Bodenbilder gestaltet, es gibt eine aktive Waldgeschichte und eine Phantasiereise zur Schöpfung. Die Wanderung endet mit einem Picknick und die gemeinsame Zeit mit einem Segen.



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